Kräuterwanderung Ruogig – Biel, Bürglen
 

Wenn Engel reisen, lacht nicht immer der Himmel

30 Teilnehmerinnen liessen sich vom neblig, nassen Wetter nicht beeindrucken und nahmen an der Kräuterwanderung Ruogig – Biel ob Bürglen teil. Die Drogistin und Naturärztin Sandra Imlig aus Ibach/Schwyz erzählte auf der Kräutertour viel Wissenswertes und Mystisches von der Heilpflanzenkunde. Nicht alle Pflanzen werden in der Heilkunde angewandt, doch verschiedene Kräuter finden ihre Verwendung als Tinktur, Tee, Salben, Badezusatz, in der Spagyrik oder sind in der Küche als Gewürz anzutreffen.

In ihren Ausführungen zeigte Sandra Imlig die Wirkstoffe der Wurzeln, über Blätter und Blüten auf.

  • Der Löwenzahn verhilft mit seiner tiefen Wurzel sich zu sammeln, zu sich kommen und beim Verblühen vermittelt er mit seinen Fallschirmchen Leichtigkeit und Loslassen.
     

  • Die Sumpfdotterblume weist mit ihren goldgelben Blütenköpfen auf feuchten Standort hin.
     

  • Die Bitterstoffe in den Wurzeln von verschiedenen Pflanzen, vorwiegend Pflanzen mit gelben Blüten, regen den Stoffwechsel und die Verdauungssäfte an.
     

  • Der Frauenmantel und das Silbermänteli sind eine wahre Fundgrube in der Frauenheilkunde. Die Brennessel ist eine sehr alte und bekannte Heilpflanze. Reich an Mineralstoffen und Kieselerde wirkt sie blutreinigend und blutbildend, sie findet sich oft in Haarwasser und Shampoos.
     

  • Der Katzenschwanz, auch Zinnkraut oder Schachtelhalm genannt, ist Bindegewebe stärkend und seiner Struktur entsprechend Rückgrat fördernd.
     

  • Der „gute Heinrich“ schliesslich findet Verwendung in der Küche als Spinatersatz.
     

Nebst Alpenhelm, Enzian, Alpenleimkraut, Johanniskraut, Sauerampfer, Alpenspitzwegerich, Breitwegerich, Huflattich, Benediktinnerkraut, verschiedene Kleearten, Storchenschnabel, Klatschnelke, Katzenpfötli, Günsel, Schaftkugelblume, Knabenkraut, Alpenmassliebchen (Gänseblümchen) wuchs, im satten Grün eingebettet, auch noch die Schlüsselblume. An einer einzigen Stelle fand die Gruppe das echte dunkelgelbe Schlüsselblümchen.

Vorbei an einzelnen Lärchen und Tannen erreichte die Gruppe nach ca. 2 ½ Stunden das Berggasthaus Biel. Die Wirtin Claudia Gisler verstand es, mit ihren Helferinnen ein reichhaltiges Kräuterbuffet zusammenzustellen. Bei Kräuterbrot, Kräuterquark mit Kartoffeln, gefüllte Tomaten, Fetakugeln, Käse und Salat mit verschiedensten Kräutervariationen vertieften die Teilnehmerinnen ihr erworbenes Kräuterwissen.

 

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